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Wissen anders vermitteln

Projekt „Bildung plus“ in der Polytechnischen Schule Leibnitz.

Bildung plus

BETTINA KUZMICKI

Das Drehbuch für jenen Kriminalfall, den die Schülerinnen und Schüler der Polytechnischen Schule Leibnitz zu lösen haben, schrieb das Leben. Es geht um eine Firmenpleite, um einen jugendlichen Arbeitslosen, um die Suche nach einem neuen Ausbildungsplatz und um den Wert guter Qualifikationen.

Im Rahmen des Projektes „Bildung plus“, das derzeit in der Ausbildungsstätte stattfindet, geht es aber um noch viel mehr: durch etwas andere Unterrichtsmethoden und Lerninhalte sollen die Kompetenzen der Jugendlichen in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik gestärkt werden. Der vorhin genannte Kriminalfall etwa soll die Kompetenzbereiche Lesen, Sprachbewusstsein, Schreiben, Zuhören und Sprechen steigern. Das reicht vom sinnerfassenden Lesen über Grammatik bis hin zum Logiktraining.

„Ich liebe diesen Unterricht, diese Dynamik, die bei Lehrern und Schülern entsteht. Es ist höchste Zeit, dass solche Unterrichtsformen praktiziert werden“, ist Pädagogin Marita Aichholzer begeistert. Auch die Kolleginnen Barbara Pölzl, Dagmar Höller und Claudia Schibitz sind vom Erfolg überzeugt: „Es gefällt den Jugendlichen, Wissen auf etwas andere Art vermittelt zu bekommen.“ Ulrike Krammer ergänzt: „Es kommt auch gut an, dass wir im Fach Englisch auch tatsächlich nur Englisch reden.“ Und auch Mathematiker Alois Tieber, sein Thema ist diese Woche Prozentrechnen, ist von der Wirkung der neuen Lernmethoden überzeugt: „Bei uns gibt es etwa das Prozentschnapsen, wo die Jugendlichen auf spielerische Art Prozentrechnen müssen. Das funktioniert sehr gut.“

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Schulleiterin Inge Koch freut sich, dass alle Lehrerinnen und Lehrer so begeistert bei der Sache sind: „Dadurch ist dieses Projekt ja überhaupt erst entstanden.“ Klar ist für sie aber auch, dass einige Bereiche aus dem Projekt auch künftig in den Unterricht einfließen werden.