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Ausg'lernt ist nie!

Berufsmatura

Die erfolgreich abgelegte Lehrabschlussprüfung ist nicht das Ende der Bildungsleiter. Das Zauberwort heißt: Berufsmatura. Und die gibt's jetzt sogar kostenlos! Früher kostete jede Teilprüfung 950 Euro - seit 2009 ist die Berufsmatura kostenlos.


Die Entscheidung, eine Lehre zu beginnen, bedeutet nicht, dass der Bildungsweg mit der Lehrabschlussprüfung endet. Denn für Lehrlinge besteht die Möglichkeit, eine sogenannte "Berufsmatura" (auch "Berufsreifeprüfung") zu absolvieren. Damit steht auch einem Studium nichts mehr im Weg. Und das Beste daran: Seit Herbst 2009 können Lehrlinge in der Steiermark die Vorbereitungslehrgänge für die Matura kostenlos besuchen, etwa beim WIFI oder bfi. Dies ist eine einmalige Gelegenheit für Lehrlinge, zu ihrem fachlichen Know-how noch zusätzliche Qualifikationen zu erwerben und sich weitere Ausbildungswege zu eröffnen. Besonders erfreulich: Für alle bildungshungrigen Lehrlinge fallen keine Kosten mehr an - dank eines speziellen Förderprogramms des Unterrichtsministeriums für Lehrlinge.

Vier Teilprüfungen ...
Die Berufsmatura setzt sich aus vier Teilprüfungen in den Unterrichtsfächern Deutsch, Englisch, Mathematik und einem berufsbezogenen Fachbereich zusammen. Mit dem Ablegen der Teilprüfungen kann man bereits vor der Lehrabschlussprüfung beginnen. Die letzte Teilprüfung muss allerdings nach der erfolgreich abgelegten Lehrabschlussprüfung und nach dem 19. Lebensjahr absolviert werden. Insgesamt 900 Stunden umfasst die Vorbereitung auf die Berufsmatura. Neben den vier Hauptfächern stehen zusätzliche Inhalte aus den Bereichen Rhetorik, Kommunikation, Präsentation, Projekt-undZeitmanagement auf dem Programm.

... zwei Modelle
Damit sich Lehre und Matura auch wirklich unter einen Hut bringen lassen, können die Jugendlichen aus zwei unterschiedlichen Modellen wählen.
Beim "Freizeitmodell" besuchen sie die Vorbereitungslehrgänge - wie der Name schon sagt - in ihrer Freizeit. Der Vorteil: Eine eigene Vereinbarung im Lehrvertrag ist nicht notwendig.
Das "Arbeitszeitmodell" wiederum sieht den Besuch der Kurse in der Arbeitszeit vor. Das erleichtert es den jungen Menschen, mit den zusätzlichen Belastunngen besser fertig zu werden. Ob sich dadurch die Lehrzeit verlängert oder nicht, wird individuelle zwischen dem jeweiligen Lehrling und dem Lehrbetrieb vereinbart. Egal, welches Modell passt - für bildungshungrige Jugendliche, die zusätzliche Qualifikationen erwerben möchten, ist die Berufsmatura der richtige Weg!