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BM Dr. Claudia Schmied

Pluspunkte sammeln

Im Rahmen ihres Steiermark–Besuches machte Bildungsministerin Claudia Schmied auch in Schulen in Retznei und Leibnitz Station.
BETTINA KUZMICKI

BM Dr. Schmied
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Munteres Treiben herrscht im Foyer der Polytechnischen Schule Leibnitz. Die Mädchen und Burschen sind gespannt und bereit. Bereit für den Empfang von Bildungsministerin Claudia Schmied, deren Eintreffen für 11.15 Uhr erwartet wird. Auch Bezirksschulinspektor Heinz Zechner hat sich bereits unter die Jugendlichen gemischt. Und dort gefällt es ihm auch: „Die Stimmung ist gut und eine leichte Aufgeregtheit bemerkbar.“

Ganz pünktlich ist die Ministerin nicht. Das hat vor allem damit zu tun, dass sie die Mädchen und Buben in der zuvor besuchten Musikvolksschule Retznei offenbar derart zu begeistern vermochte, dass sie sogar Autogramme schreiben musste. Schließlich hat das Warten für die Polytechnischen Schüler aber ein Ende. Mit heftigem Applaus empfangen sie die Bildungsministerin. Immerhin ist Claudia Schmied die erste Unterrichtsministerin, die die Schule seit ihrem Bestehen persönlich besucht.

Das weiß auch Schulleiterin Inge Koch zu würdigen, die „ihre“ Schule selbstbewusst als innovativ und praxisnah präsentiert. Inmitten der Schülerinnen und Schüler zu sitzen, war der Wunsch der Ministerin. Der wird gerne erfüllt. „Das hatte ich gar nicht erwartet, dass sie so sympathisch ist“, flüstert mir mein junger Sitznachbar zu.

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Pädagoge Luis Tieber stellt das innovative und österreichweit ausgezeichnete Berufseinstiegsmodell „Job College“ vor. Ein Hauptgrund, warum die Unterrichtsministerin die Polytechnische Schule Leibnitz für einen Besuch auserwählt hatte. Ein Modell, dem sie Rosen streut: „Ich bin durch das Modell auf diese Schule aufmerksam geworden und ich bin beeindruckt. Weil es dort ansetzt, wo wir österreichweit ein Problem haben. Wir sind den sechs Prozent an 15-Jährigen, die weder im Schul- noch im  Berufssystem verankert sind, schuldig, eine Alternative anzubieten. Das Job-College ist eine solche Alternative und für mich ein beispielgebender Prototyp für österreichweite Ansätze.“

Auch in der Diskussion mit den Schülerinnen und Schülern blieben keine Fragen – ob persönlich oder politisch – offen. Die Ministerin suchte auch das spontane Gespräch mit den Jugendlichen und erntete letztlich wie schon am Beginn viel Applaus.