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Zeitungsartikel

Landesrätin Bettina Vollath stand Poly-Schülern Rede und Antwort.

Ein wenig aufgeregt waren sie schon, die Burschen und Mädchen der Polytechnischen Schule Leibnitz. Immerhin trifft man nicht alle Tage ein Mitglied der steirischen Landesregierung. Landesrätin Bettina Vollath hatte im Rahmen ihrer „Jugendtour“ ihren Besuch in der Bildungsstätte angekündigt. Und stellte sich dann auch den sehr persönlichen Fragen der interessierten Jugendlichen.

Steven etwa wollte wissen, wie man Politiker oder Politikerin wird. Und Anika sorgte mit ihrer Frage für ein spontanes Lachen der Landesrätin, als sie danach fragte, was ein Politiker eigentlich den ganz Tag über tut. Vollath wusste Antwort: „Es gibt unzähliche Besprechungen, offizielle Termine, parteipolitische Verpflichtungen und spontane Situationen, für die eine Lösung gefunden werden muss.“ Auf Daniels Frage, ob sich auch Politiker weiterbilden, meinte die Landesrätin: „Das lebenslange Lernen ist längst Realität geworden. Und es ist schön, dass es Schulen wie diese gibt, die Lust aufs Lernen machen.“

Es war dann auch erneut Daniel, der wissen wollte, wie Vollath mit der oft stattfindenden Kritik umgehe. „Wir arbeiten öffentlich, daher ist auch die Kritik öffentlich. Ist sie konstruktiv bin ich froh, denn das trägt dazu bei, dass Arbeit besser wird. Ist sie verletzend, muss man schon einiges aushalten. Aber da finde ich in meiner Familie Halt.“ Marion wollte wissen, wie die Jugendlandesrätin zu Themen wie Komasaufen steht. „Es gibt Jugendliche mit Problemen, aber auch Erwachsene mit Problemen. Ich denke, dass jeder Erwachsene wieder verstärkt seine Verantwortung gegenüber der Jugend wahrnehmen muss. Und man kann die Jugend nicht über einen Kamm scheren“, so Vollath.

Die Polytechnische Schule hatte sich die Landesrätin übrigens deshalb für einen Besuch ausgesucht, um das erfolgreiche und ausgezeichnete Modell des „Job College“ genauer kennen zu lernen. Und Direktorin Inge Koch meinte nicht ohne Stolz: „Wir sind eine Wohlfühlschule, in der wir versuchen unsere Jugendlichen bestmöglich auf das Leben vorzubereiten.“